EINSATZBERICHT

Datum:
05.01.2010
Einsatzart:
Feuer
Einsatzstichwort:
Feuer - brennt Hotel
Einsatzort:
Heidenau, Hauptstraße "Heidenauer Hof"
Einsatzbeginn:
04:09 Uhr
Einsatzende:
07:45 Uhr

Eingesetzte Kräfte:

FF: Tostedt ELW1, TLF16/25, LF16/12, DLK18/12
FF: Heidenau LF8/6, TLF8/18
Gemeinde Feuerwehr: GBM mit PKW
DRK: RTW 40/41 (Tostedt), RTW 10/41 (Buchholz), RTW 35/41 (Lindhorst) NEF 31/35 (Lindhorst)
DRK-Bereitschaft Jesteburg RTW 20/45
Polizei: 3 Wagen

Bericht:

Feuer in Heidenauer Hotelbetrieb

Heidenau Vier Leichtverletzte und ein erheblicher Gebäudeschaden sind die Bilanz eines Brandes in einem Hotelbetrieb in der Hauptstraße in Heidenau am frühen Dienstagmorgen. Aus noch ungeklärter Ursache war es in der Gaststube des renommierten Betriebes zu einem Brand gekommen, der sich schnell in der gesamten Gaststube ausbreitete. Vier junge Leute, die in einem Nebenraum eine kleine Feier durchführten, bemerkten das Feuer durch die starke Rauchentwicklung. Sie reagierten schnell und schlossen sofort sämtliche Türen, um dem Feuer möglichst viel Sauerstoff zu entziehen und alarmierten über Notruf umgehend die Feuerwehr. Durch die Winsener Rettungsleitstelle wurden um 04.09 Uhr die Feuerwehren aus Heidenau und Tostedt zu diesem Brand alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Heidenauer Feuerwehr war bereits von außen ein deutlicher Flammenschein im Bereich der Gaststube wahrzunehmen. Unverzüglich leiteten die Einsatzkräfte unter der Einsatzleitung von Tostedts Gemeindebrandmeister Joachim Vobienke eine Brandbekämpfung von zwei Seiten ein. Durch ein Fenster wurde ein C-Strahlrohr vorgenommen, mit einem weiteren C-Strahlrohr gingen Feuerwehrleute unter umluftunabhängigen Atemschutz im Innenangriff zur Brandbekämpfung vor. Zügig war der Brand so unter Kontrolle gebracht worden. Die vier ausnahmslos jungen Leute, die das Feuer bemerkten, hatten durch die erhebliche Rauchentwicklung größere Mengen an Brandrauch eingeatmet, sie wurden im direkt gegenüber des Brandobjektes liegenden Feuerwehrhaus der Feuerwehr Heidenau versorgt und im Anschluss nach einer medizinischen Versorgung mit dem Verdacht auf Rauchgasinhalationstraumata in zwei nachgeforderten Rettungswagen in das Krankenhaus Buchholz verbracht. Ein weiterer Rettungswagen blieb für die gut 40 Einsatzkräfte der beiden Feuerwehren zur Eigensicherung vor Ort. Während der Brand selbst relativ schnell gelöscht war, gestalteten sich die Nachlöscharbeiten sehr zeitaufwendig. Bedingt durch die Bauweise des Gebäudes mussten große Teile der Zwischendecke mit einer Spezialsäge geöffnet werden, um an alle Brandnester heranzukommen. Diese Arbeiten mussten unter umluftunabhängigen Atemschutz durchgeführt werden. Mit einer Wärmebildkamera wurde permanent die Temperatur im Bereich der Gaststube, aber auch von außen kontrolliert, um zu verhindern, dass ein möglicher Wärmestau unentdeckt blieb und wieder aufflammen konnte. Die Intensität des Feuers war bereits so weit fortgeschritten, dass im ersten Obergeschoss direkt über der Gaststube bereits schwarz-bräunliche Verfärbungen an den Fußböden wahrzunehmen waren, ein Durchbrennen und somit ein möglicher Großbrand wurde durch die Feuerwehr erfolgreich verhindert. Nachdem das Feuer in der Gaststube abgelöscht wurde, wurden unbeschädigt gebliebene Einrichtungsgegenstände durch die Feuerwehr aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Erst nach gut sechs Stunden war der Brandeinsatz schließlich vollständig beendet, die Brandstelle wurde von der Polizei beschlagnahmt, die jetzt die genauen Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen hat. An dem Gebäude entstand durch das Feuer erhebliche Sachschaden, Feuer, Rauch und Russ haben die Gaststube nahezu vollständig zerstört.

Bericht: Matthias Köhlbrandt (KPW Tostedt)

Foto: Matthias Köhlbrandt (KPW Tostedt)

Foto: