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EINSATZBERICHT
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Datum:
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07.03.2009 | |
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Einsatzart:
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TH - MANV - Übung | |
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Einsatzstichwort:
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Bahnunglück | |
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Einsatzort:
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Tostedt, Alter Moorweg | |
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Einsatzbeginn:
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22:30 Uhr | |
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Einsatzende:
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02:30 Uhr |
eingesetzte Kräfte
| FF: Tostedt | ELW1, TLF16/25, LF16/12, DLK18/12, MTW | |
| FF: Wistedt | LF8/6, MTW | |
| FF: Buchholz | GW-Küche (Florian Harburg 11/49) | |
| FF: Sittensen (LK ROW) | RW1/GW1 (Florian Rotenburg 31/46) | |
| Gemeinde Feuerwehr: | GBM mit PKW, ÖEL SG Tostedt | |
| DRK: | Sämtliche SEG Züge LK Harburg + Kräfte aus dem LK Stade | |
| Polizei: | 1 Wagen |
Bericht:
Großübung Zugunfall in Tostedt
Tostedt. Ein simuliertes Zugunglück hat am späten Sonnabend abend auf einer Bahnstrecke bei Tostedt für einen Großeinsatz von Kräften der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus dem Landkreis Harburg gesorgt. Nach ausgearbeiteter Übungslage war dabei davon ausgegangen worden, dass ein schwerer Sturm über den Landkreis hinweg gefegt war und mehrere umgestürzte Bäume die eigens für die Großübung ausgesuchte und derzeit stillgelegte Bahnstrecke zwischen Tostedt und Wüstenhöfen blockierte. Ein Regionalzug der EVB ( Eisenbahn und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH ) erkannte die Gefahrenstelle dabei zu spät und prallte in die umgestürzten Bäume. Dadurch wurden die gut 50 durch Mimen diverser Hilfsorganisationen gespielten Reisenden in dem Zug teils schwer verletzt, auch der Zugführer erlitt „schwere Verletzungen“. Die Verletzungen selbst waren sehr realistisch durch die „Realistische Unfalldarstellung“ (RUD) des DRK aufgetragen worden und unterschieden sich in manchen Fällen kaum von echten Verletzungsmustern. Ab 21.45 Uhr wurden zur Rettung und Versorgung der Verletzten die Kräfte des Rettungsdienstes alarmiert, zuerst wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Elbe, kurz danach die Schnelleinsatzgruppe Heide durch die Rettungsleitstelle alarmiert. Nahezu parallel erfolgte auch die Alarmierung der Feuerwehren aus Tostedt und Wistedt. Auch ein bereitstehender Rüstwagen der Feuerwehr Sittensen (LK ROW ) wurde angefordert und kam zum Einsatz. Ein Herankommen an die vermeintliche Einsatzstelle gestaltete sich für alle gut 100 alarmierten Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst als sehr schwierig. Kein einziges Fahrzeug konnte direkt an die Einsatzstelle heranfahren, da die Unfallstelle inmitten eines unwegsamen Waldgebietes lag. Nach einer kurzen Lagebesprechung der Verantwortlichen von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden die Aufgabengebiete klar aufgeteilt. Die Feuerwehr war für die technische Rettung der Verletzten, das Beseitigen der umgestürzten Bäume und eine eventuelle Personensuche zuständig, der Rettungsdienst primär für die Verletztenversorgung und betreuung. Unter der kritischen Beobachtung von einem mehrköpfigen Team unter der Leitung der DRK Bereitschaftsführer Jan Bauer und Arne Meinel, dem Abschnittsleiter Heide der Feuerwehr Sven Wolkau, Buchholzs Stadtbrandmeister Joachim Behnke, dem Leiter der Werkfeuerwehr des Maschener Rangierbahnhofes Dennis Hagedorn und Tostedts Gemeindebrandmeister Joachim Vobienke setzten die eingesetzten Kräfte die Maßgaben rasch in die Tat um. Mit Hilfe von Motorkettensägen wurde die Bahnlinie von den umgestürzten Bäumen befreit. Währenddessen waren mehrere Notarztteams von Seiten des Rettungsdienstes in den Zug vorgedrungen und hatten mit der Verletztenversorgung begonnen. Dieses gestaltete sich in der Anfangsphase als recht schwierig, da in der Anfangsphase nur wenig rettungsdienstliches Personal vorhanden war. Gut 35 der Verletzten befanden sich noch in dem Zug, die restlichen „Verletzten“ irrten in dem Waldstück umher und mussten durch Feuerwehrkräfte gesucht werden. Trotz der recht schwierigen Bedingungen gelang es rasch, Struktur in den Einsatzablauf zu bekommen, die Leichtverletzten waren schnell aus dem Zug befreit und in aufgebaute Versorgungsplätze zur weiteren Behandlung verbracht worden. Auch die in dem Waldstück umher irrenden Verletzten konnten schnell aufgefunden und dem Rettungsdienst zur weiteren Betreuung übergeben werden. Sieben „Schwerverletzte“, die noch im Zug notfallmäßig versorgt worden waren, wurden mit Tragen aus dem Zug befreit, sie wurden durch die bereitstehenden Bahnrettungssätze (eine Art von Loren) der Feuerwehr zum Versorgungsplatz verbracht. Trotz der großen Anforderungen gelang es allen eingesetzten Kräften, die an sie gestellten Aufgaben in einer für diese Art von Einsatzübung sehr schnellen Zeit abzuarbeiten. Schon nach gut drei Stunden ließ die Übungsleitung die Großübung für beendet erklären, ein Dank der Verantwortlichen ging in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich an die EVB, die den Zug samt Personal für diese Übung zur Verfügung gestellt hatte. Eine Nachbesprechung der Übungsergebnisse samt Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen.
Bericht: Matthias Köhlbrand (KPW LK Harburg)
Bilder: (FF LK Harburg)
Fotos:





