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EINSATZBERICHT
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Datum:
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Mo. 21./22.01.2008 | |
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Einsatzart:
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Überschwemmungen nach Dauerregen | |
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Einsatzstichwort:
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Technische Hilfeleistung | |
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Einsatzort:
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Königsmoor/Wümmepark | |
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Einsatzbeginn:
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Mo. 19:40 Uhr | |
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Einsatzende:
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Di. in den frühen Morgenstunden |
eingesetzte Kräfte
| FF: Tostedt | ELW1, MTW, ÖEL | |
| FF: Wistedt | LF8/6, MTW | |
| FF: Otter | TSF-W | |
| FF: Dohren | MTW, LF8/6 | |
| FF: Kampen | TSF-W | |
| FF: Todtshorn | TSF-W | |
| FF: Todtglüsingen | LF8/6, GWG | |
| FF: Bötersheim | TSF-W | |
| FF: Handeloh | LF8, MTW | |
| FF: Heidenau | LF8/6, TLF8/18 | |
| FF: Kakenstorf | LF8/6, MTW | |
| FF: Welle | MTW | |
| FF: Iddensen | LF8 (SG Rosengarten) | |
| FF: Vahrendorf | LF16/12, MTW (SG Rosengarten) | |
| FF: Emsen | LF8/6 (SG Rosengarten) | |
| FTZ: | WLF mit AB Mulde | |
| Sonstige: | KBM, GBM, GBM-V mit PKW | |
| Polizei: | Div. Fahrzeuge | |
| Bauhof Tostedt: | Div. Fahrzeuge | |
| Landwirte: | Traktoren zum Transport von Sandsäcken |
Bericht:
Hochwasser im Binnenland
Wistedt/Landkreis Harburg. Der tagelange Dauerregen hat nun auch im Landkreis Harburg für einen Großeinsatz der Feuerwehren gesorgt. Keller liefen voll, Straßenzüge wurden überschwemmt und drohten, weitere Keller zu überfluten und Bäume stürzten um. Vor allem im Wistedter Ortsteil Wümme waren seit Montag- abend hunderte Feuerwehrkräfte im Einsatz, um die Überschwemmungsschäden in Grenzen zu halten. Teile des Ortsgebietes standen dabei vor einer Evakuierung. Seit Montagabend 19 Uhr war die Feuerwehr in Wistedt im Dauereinsatz. Durch den starken, lang anhaltenden Regen war das Flüsschen Wümme über die Ufer getreten und überschwemmte die gesamte Gegend. Durch den fortwährenden Regen stieg der Wasserpegel unaufhörlich an, so dass ein Einsatz der Feuerwehr notwendig wurde. Zweitweise waren bis zu 180 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren Bötersheim, Dohren, Handeloh, Heidenau, Kakenstorf, Kampen, Otter, Tostedt, Todtshorn, Todtglüsingen und Wistedt sowie weitere gut 40 Feuerwehrleute der nachträglich alarmierten Feuerwehren aus Emsen, Iddensen und Vahrendorf ( alle Gemeinde Rosengarten ) unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Joachim Vobienke im Einsatz, um die schlimmsten Hochwasserschäden abzuwehren und die Häuser vor dem Wasser zu schützen. In Todtglüsingen wurde an der Harburger Straße eine Sandsackfüllstation errichtet, mehrere tausend Sandsäcke wurden hier von allein hier gut 25 pausenlos arbeitenden Feuerwehrleuten gefüllt. Aufgrund der Großeinsatzstelle wurde zudem im Feuerwehrhaus in Tostedt die Örtliche Einsatzleitung ( ÖEL ) eingerichtet, von hier wurde der Einsatz koordiniert. Mit Hilfe von Traktoren und einem Wechselladerfahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale wurden die gefüllten Sandsäcke schließlich nach Wümme transportiert und dort verbaut. Es gelang den Kräften dank des massiven Einsatzes, einen großen Wasserstrom umzuleiten und so wenigstens einige Häuser notdürftig vor den unbändigen Wassermassen zu schützen. Mehrere Häuser mussten aber aufgegeben werden, hier gab es keine Hilfe mehr. Stundenlang waren die Kräfte bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt im Einsatz, erst bei Tageslicht wurde dann das ganze Ausmaß des Hochwassers sichtbar. Straßenzüge standen bis zu einem dreiviertel Meter unter Wasser, das Wasser hatte auch die Häuser überflutet. Hier können erst mit dem Rückgang des Wassers weitere Maßnahmen vorgenommen werden. An einigen Stellen konnten die Sandsäcke nur noch mit den Traktoren zu den jeweiligen Orten gebracht werden, andere Fahrzeuge hatten angesichts der Wassermassen keine Chancen mehr. Angedachte Evakuierungsmaßnahmen mussten aber hier glücklicherweise nicht durchgeführt werden. Aber auch in anderen Teilen des Landkreises wurde „Land unter“ gemeldet. In Tangendorf stand die Dorfstraße unter Wasser, das Wasser drohte in mehrere Keller zu laufen. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Tangendorf und Wulfsen mussten eine große Anzahl von Sandsäcken verbauen, um die Häuser vor dem Wasser zu schützen. In Moisburg lief in der Rahmstorfer Straße ein Keller voll, weil das Wasser auf der Straße sich den Weg in den Keller suchte. Hier waren drei Ortsfeuerwehren im Einsatz, um das Wohnhaus vor den Wassermassen zu schützen. In Jesteburg soff die Schützenstraße förmlich ab und auch hier lief Wasser in einen Kellerschacht, und in Oldershausen musste die Feuerwehr in der Straße „Rohrhops Deich“ Kraft und Anstrengungen aufwenden, um einen Schaden für Wohnhäuser durch Wasser abzuwenden. Auch hier wurden Sandsäcke verbaut. In Buchholz, Glüsingen und Hollenstedt mussten die Feuerwehren ebenfalls vollgelaufene Keller leerpumpen, und in Hanstedt entfernte die örtliche Feuerwehr einen umgestürzten Baum in der Ollsener Straße. In Drestedt stand das Wasser auf der Hauptstraße und lief nicht mehr ab, auch hier half die Feuerwehr. Weitere Einsatzstellen mit Überflutungen gab es zudem in der Lübberstedter Straße in Egestorf, in der Immenbecker Straße und der Straße „Masch“ in Moisburg und in der Krümser Straße in Schwinde. Einen weiteren zeitintensiven Einsatz musste die Feuerwehr Winsen in der Rohlandststraße fahren, gemeinsam mit dem Bauhof und dem Luheverband wurde hier der hochwasser führende Pattenser Graben so weit abgepumpt, dass eine Gefahr für Häuser ausgeschlossen wurde. Insgesamt mussten die Feuerwehren des Landkreises Harburg seit Montag abend zu mehr als 30 regenbedingten Einsatzstellen ausrücken. Die entstandenen Sachschäden lassen sich noch nicht beziffern, dürften allerdings nicht gering ausfallen. Auch gab es einen Verletzten zu beklagen, an der Großeinsatzstelle in Wümme kam ein Feuerwehrmann im Dunkeln von der Straße ab, knickte um und zog sich eine Knöchelverletzung zu. Er musste mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus nach Buchholz transportiert werden.
Für die letzten der eingesetzten Feuerwehren endete der Einsatz erst am Dienstag abend, allerdings bleibt man besonders im Bereich Wümme in Alarmbereitschaft, bis hier der Scheitel des Hochwassers der Wümme erreicht ist.
Bericht: Matthias Köhlbrandt, KPW
Fotos: Köhlbrandt, Röhrs, Czaschke, Giese, Poppe
Fotos:
Bilder aus allen Einsatzgebieten des Landkreises

Bild oben: Sandsack-Füllstation in Todtglüsingen

Bild oben: Sandsack-Füllstation in Todtglüsingen

Bild oben: Sandsack-Füllstation in Todtglüsingen












Bild oben: Einsatzstelle in Jesteburg


Bild oben: Eine Brücke an der Wümme
Bild oben: Wümme überflutet eine Strasse an der Bahnstrecke Hamburg-Bremen